Bei der Weiterentwicklung stand für mich die Reaktionszeit von FlatPress 1.5 Stringendo mit mehreren Tausend Einträgen und Kommentaren im Mittelpunkt. FlatPress hat derzeit mit dem Mastodon-Plugin eine konkrete Fediverse-Brücke. Trotz des großen Funktionsumfangs verbiegt das FlatPress-Projekt seinen Kern nicht für die Mastodon-Integration. Das ist aus architektonischer Sicht ein großer Pluspunkt. FlatPress bleibt dem eigenen Grundsatz treu: eine einfache, leicht zu installierende Blogging-Engine, die mit Dateien statt mit einer Datenbank arbeitet.
Die Mastodon-Anbindung sitzt als Plugin daneben und nicht als Zwangslogik im Kern. Derzeit arbeite ich noch am Feinschliff. Die zentrale Herausforderung liegt weniger in fehlenden Funktionen als im requestbasierten Betriebsmodell von FlatPress. FlatPress besitzt in dieser Form keinen echten Hintergrunddienst und keinen dauerhaft laufenden Worker-Prozess. Die automatische Synchronisation des Mastodon-Plugins hängt an normalen Webanfragen. Im Code des Plugins ist klar zu erkennen: Der automatische Lauf wird nur bei regulären Requests angestoßen, nicht bei POST-Anfragen und nicht bei CLI-Ausführung. Wenn nach der geplanten Uhrzeit niemand die Seite aufruft, passiert zunächst nichts; die Synchronisation verschiebt sich auf den nächsten passenden Seitenaufruf.
